Wurde eine ADHS Diagnose bei Ihrem Kind festgestellt?

„So bekommt Ihr Kind wieder mehr Freude am Lernen“

Bei der Aufmerksamkeitsstörung handelt es sich um ein Syndrom, das sich vor allem in Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwierigkeiten äußert.

Die Aufmerksamkeitsstörung, die Hyperaktivität, ADS, ADHS und ADHD sind lauter Begriffe, die in der pädagogischen Landschaft immer öfter vorkommen, vor allem aber für viele Eltern für Verwirrung sorgen. Bringen wir nun Licht ins Dunkel mit den folgenden Begriffserklärungen.

Eine ADHS Diagnose wurde bei ihrem Kind mittels Fragebogen festgestellt? Wie lange dauert eine ADHS Diagnose bei Kinder? Hier die neue ADHS Behandlung.

Wie sieht eine ADHS Diagnose aus?

Um zu wissen, wie ADHS diagnostiziert wird, ist es wichtig, die Symptome von ADHS zu kennen:

Was tun bei einer ADHS Diagnose?

Es gibt die Aufmerksamkeitsstörung mit oder ohne Hyperaktivität. Sie ist ein Syndrom mit folgenden Symptomen:

  • Unaufmerksamkeit
  • Hyperaktivität
  • Impulsivität

Man unterscheidet grundsätzlich 2 Formen der Aufmerksamkeitsstörung, wobei es auch eine Kombination der 2 Typen geben kann:

  1. Kindern mit einer Aufmerksamkeitsstörung mit Hyperaktivität: diese Art von Aufmerksamkeitsstörung nennt man auch ADHS, also Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (englisch: ADHD = Attention Deficit Hyperactivity Disorder). Diese Kinder sind unkonzentriert, ständig in Bewegung, hyperaktiv, unruhig und werden auch oft als „Zappelphilipp“ bezeichnet.
  1. Kinder mit einer Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität: diese Art von Aufmerksamkeitsstörung nennt man auch ADS, also Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom.
    Diese Kinder sind eher verträumt, sehr langsam im Tun und Handeln und meist in sich gekehrt. ADS Kinder werden oft als „Träumerchen“ bezeichnet. Sie wirken nach außen hin ruhig und unauffällig, obwohl sie innerlich mit ihrem Gedankenchaos zu kämpfen haben.

Eine ADS bzw. ADHS Diagnose erfolgt nach klinischen Kriterien. Die Symptome einer Aufmerksamkeitsstörung treten meist im Alter von 4 bis 12 Jahren auf; auf häufigsten wird ADHS bei Kindern im Schulalter zwischen 8 und 10 Jahren diagnostiziert.

Äußerung der Symptome von Aufmerksamkeitsstörungen

Die Hauptsymptome detailliert aufgelistet, u.a. diagnostische Kriterien:

  • Unaufmerksamkeit und Konzentrationsschwäche:

Kinder mit einer Aufmerksamkeitsstörung haben Schwierigkeiten eine Aufgabe in Wachsamkeit und konzentriert zu erledigen. Sie lassen sich schnell ablenken und schaffen es oft nicht lange, sich mit einer Sache zu beschäftigen.

Detaillierte Symptome:

  • ADHS Kinder richten ihre Aufmerksamkeit nicht auf Details, machen oft Flüchtigkeitsfehler bei Schulaufgaben oder diversen anderen Aktivitäten
  • Kinder mit ADHS Symptomen haben Schwierigkeiten sich längere Zeit einer bestimmten Sache zu widmen. Im schulischen Kontext sind diese Kinder sehr auffällig und kommen ihren Arbeiten nicht nach.
  • Als Elternteil oder Pädagoge hat man manchmal das Gefühl, dass Kinder mit einer Aufmerksamkeitsstörung oft nicht zuhören, obwohl es direkt angesprochen wird. Das kann auch mit einer auditiven Wahrnehmungsstörung zusammenhängen, die auch mit ADHS einhergehen kann.
  • Vielfach folgen diese Kinder den Anweisungen nicht oder bringen auch Aufgaben nicht zu Ende. Zudem haben sie Probleme damit Aufgaben und Tätigkeiten zu organisieren.
  • Wenn Kinder mit einer Aufmerksamkeitsstörung Aufgaben erhalten, die über einen längeren Zeitraum eine höhere geistige Anstrengung erfordern, dann vermeiden oder verweigern sie diese gerne.
  • ADHS Kinder zeichnen sich auch oft durch Schusseligkeit und Vergesslichkeit aus, was ihnen den Alltag, vor allem den Schulalltag oft erheblich erschwert. Denn sie vergessen nicht nur ihre Alltagsgegenstände wie Schulsachen, sondern auch oft die Erledigung täglicher Aktivitäten.
  • Hyperaktivität & Impulsivität

Kinder deren Aufmerksamkeitsstörung mit einer Hyperaktivität gekoppelt ist, sind motorisch überdurchschnittlich aktiv. Sie haben oft Probleme damit, still zu sitzen, sind zappelig und unruhig.
Kinder mit der Eigenschaft der ausgeprägten Impulsivität Handeln oft bevor sie denken und führen eilige Aktionen durch.

Detaillierte Symptome:

  • Hyperaktive Kinder zappeln oft mit ihren Füßen und Händen herum oder winden sich hin und her.
  • Sie schaffen es nicht für längere Zeit ruhig am Sessel zu sitzen.
  • Kinder mit einer Aufmerksamkeitsstörung in Kombination mit Hyperaktivität zeigen oft unangepasstes Verhalten, wie extremes Herumrennen, obwohl es z.B. während des Unterrichts unangebracht ist.
  • Diese ADHS Kinder sind permanent in Bewegung und wirken als würden sie von einem Motor angetrieben werden.
  • Viele von ihnen sprechen übermäßig viel und platzen oft mit Antworten heraus, obwohl sie gar nicht gefragt wurden oder die Frage noch gar nicht zu Ende gestellt wurde.
  • In der Schule zeigt sich die Hyperaktivität auch oft dadurch, dass die Kinder andere Kinder stören, sie unterbrechen und Schwierigkeiten damit haben abzuwarten, bis sie an der Reihe sind.

 

Oft hat man als Elternteil schon so ein Gefühl, dass das eigene Kind irgendwie „anders“ ist. Es ist nicht „krank“, zumindest nicht nach unserem Verständnis, aber es ist zum Beispiel mehr fordernd. Welche zusätzlichen Symptome weisen auf eine Aufmerksamkeitsstörung hin:

  • Konzentrationsstörungen, die sich vor allem im Schulleben bemerkbar machen
  • Konzentrationsschwäche
  • Verhaltensstörungen, die oft schon im Kindergarten auffallen
  • Wahrnehmungsstörungen in den Bereichen der Tiefenwahrnehmung, des Gleichgewichts und des Tastsinns
  • Probleme mit der Grobmotorik sowie der Feinmotorik: sehr gut sichtbar beim Schreibverhalten in der Schule oder bei einfachen grobmotorischen Bewegungen wie das Erlernen von Rad fahren, Schwimmen, Hampelmann machen, o.ä.
  • Hyperaktivität, wie oben beschrieben
  • Fehlende Impulskontrolle, wie bereits beschrieben
  • Schlechte Körperkoordination bzw. motorische Koordinationsschwierigkeiten
  • Ungeschicklichkeit
  • Lernprobleme

Was ist eine neuronale Unreife

Der Zusammenhang zwischen einer Aufmerksamkeitsstörung und einer neuronalen Unreife: Wenn man sich an das Alter des Kindes zurückdenkt, als es noch ein Baby war, dann kann man sich vielleicht daran erinnern, wie es sich verhalten hat. Ja, ähnlich wie ein ADHS Kind. Babys haben nämlich auch keine Impulskontrolle, laufen herum und verlieren schnell die Aufmerksamkeit an Sachen bzw. lassen sich schnell ablenken. Bei Babys ist das Verhalten allerdings normal. Babys haben auch noch ein unreifes Gehirn. Bei den Neugeborenen arbeitet im Grund nur der Hirnstamm ordnungsgemäß, die restlichen Teile des Gehirns werden nur in geringem Maße genutzt. Warum ist das so und was verändert sich im Laufe der Zeit?

Ein Mensch kann erst dann sein ganzes Gehirn nutzen, wenn sich Vernetzungen zwischen den einzelnen Arealen gebildet haben. Vernetzungen haben mit der Gehirnreifung zu tun, die sich im Normalfall während der ganzen Kindheit entwickelt. Der Grundstein der Entwicklung liegt allerdings im ersten Lebensjahr des Kindes.

Wie? Indem ein bestimmter genetischer Bewegungsprozess erfolgt, von dem jede einzelne Phase unglaublich wichtig ist. Das Gehirn muss in der Zeit genügend Stimulationen von den Sinnen erfahren, indem es gewiegt wird und die alterstypischen rhythmischen Eigenbewegungen ausreichend durchführen kann, wie z.b. umdrehen, robben, schaukeln, krabbeln auf allen Vieren. Diese Art von rhythmischen Bewegungen ist für das Baby und die weitere Entwicklung der Gehirnreife von grundlegender Bedeutung.

Erhalten Kinder zu wenig Stimulation, so kann es zu einer verzögerten oder beeinträchtigen Gehirnreifung kommen, was eine Aufmerksamkeitsstörung zur Folgen haben kann. Die positive Nachricht lautet, dass man an der Nachreifung des Gehirns arbeiten kann.

Hilfe bei einer Aufmerksamkeitsstörung

Um die neuronale Nachreifung des Gehirns anzuregen, kann man mit einem speziellen Bewegungsprogramm arbeiten, das die im vorangegangenen Beschreibung der rhythmischen Bewegungen mit berücksichtigt bzw. in die Behandlung der Aufmerksamkeitsstörung miteinbezieht. 

Es handelt sich hierbei um ein hocheffizientes Bewegungsprogramm für Kinder und Jugendliche mit einer Aufmerksamkeitsstörung, die oft verbunden ist mit Lern- und Verhaltensproblemen in der Schule und im Alltag.

Beispiele für derartig Lern- und Verhaltensprobleme können sein:

  • Lese-, Rechtschreib- und Rechenschwäche, Legasthenie & Dyskalkulie
  • Unkonzentriertheit
  • Hyperaktivität
  • Fehlende Impulskontrolle
  • Schlechte Körperkoordination
  • Ungeschicklichkeit
  • Fein- und grobmotorische Schwäche

Die beschriebenen genetisch festgelegten Bewegungsmuster sind der Schlüssel zur neuronalen Schulreife für Kinder mit einer Aufmerksamkeitsstörung und sind damit das Fundament für Lernen und Verhalten.

Gerne unterstütze ich Sie und Ihr Kind bei der Erreichung der neuronalen Nachreifung.

Die Reflexintegration beachtet dies, doch was bedeutet das?

Die Reflexintegration als effektives Bewegungsprogramm zur Nachreifung des zentralen Nervensystems spielt bei Lern- und Verhaltensthemen eine immer größer werdende Rolle.

Behandlung von Aufmerksamkeitsstörungen in meiner Praxis

Als Praktische Pädagogin mit den Schwerpunkten der Reflexintegration, der Evolutionspädagogik sowie der sensorischen Integration weiß ich, dass Aufmerksamkeitsprobleme ebenso wie auffälliges Verhalten, Konzentrationsprobleme und Wahrnehmungsstörungen oder Legasthenie oft eine gemeinsame Wurzel haben – und die hat nichts mit Faulheit oder mangelnder Intelligenz zu tun und auch nicht damit, dass sich das Kind „einfach nicht bemüht“.

Die aktuellsten Erkenntnisse der Gehirnforschung belegen, dass der Auslöser dieser Themen von Aufmerksamkeitsstörungen in den neurologischen Blockaden liegt. Es handelt sich vielfach um eine unzureichende Vernetzung des Gehirns.

Und ich unterstütze Sie und Ihr Kind dabei, diese Blockaden zu erkennen und auszugleichen. Wie?

Ich arbeite vor allem mit Kindern, die eine Aufmerksamkeitsstörung aufweisen, mit einem ganzheitlichen Ansatz. Dazu gehören – je nach Ergebnis der Untersuchung und des gemeinsamen Gesprächs – unter anderem spezielle Bewegungsübungen, mit deren Hilfe man an der neuronalen Nachreifung des Gehirns arbeiten kann, um die Grundvoraussetzung für Lernen und Verhalten zu schaffen.

Durch die Bewegungsübungen verbinden sich bei Kindern mit einer Aufmerksamkeitsstörung die verschiedenen Gehirnareale. Dabei sind die Anzahl und die Qualität der Nervenverbindungen, die dabei entstehen, von größter Bedeutung. Sind diese gut entwickelt, spricht man von neuronaler Reife, die die notwendige Grundlage für Lernen und Verhalten ist. Kindern mit einer Aufmerksamkeitsstörung fehlt diese Grundlage in den meisten Fällen.

Das heißt, ich biete in meiner Praxis in Form der ganzheitlichen Therapie von Aufmerksamkeitsstörungen ein strukturiertes Umfeld mit ausgewählten Materialien und speziellen Methoden, um dem Kind mit genau das zu geben, was es braucht, damit es sich dort entwickeln kann, wo momentan die Blockade liegt, um schlussendlich wieder Freude und Motivation am Lernen und am Tun zu bekommen.

Pädagogische Praxis für Reflexintegration

Gerne unterstütze ich Sie und Ihr Kind mit der Reflexintegration, um die Basis für adäquates Verhalten und Freude am Lernen zu schaffen. Als Praktische Pädagogin zum Thema Reflexintegration bin ich erreichbar für alle Interessierten aus Österreich von:

Reflexintegration in Kärnten wie Klagenfurt am Wörthersee, Klagenfurt Land, Villach, Villach Land, St. Veit an der Glan, Feldkirchen, Wolfsberg, Völkermarkt, Spittal und Hermagor.

Reflexintegration in Steiermark, Salzburg, Niederösterreich, Oberösterreich, Wien, Burgenland, Tirol und Vorarlberg.

So hört ein Kind, wenn das binaurale Hören nicht funktioniert

Das binaurale Hören meint das beidohrige Hören.

So sieht ein Kind, wenn das binokulare Sehen nicht funktioniert

Unter Binokularsehen (binokular = beidäugig) versteht man alle sensorischen und motorischen Aspekte des gemeinsamen Sehens von rechtem und linkem Auge.

Unter Binokularsehen (binokular = beidäugig) versteht man alle sensorischen und motorischen Aspekte des gemeinsamen Sehens von rechtem und linkem Auge.

Beim Menschen, wie bei Primaten im Allgemeinen, sind die Augen nach vorne gerichtet. Hierdurch ist zwar das Blickfeld kleiner, aber die damit verbundene größere Überlappung der Gesichtsfelder der beiden Augen kommt dem räumlichen Sehen zugute. Dieses benötigt allerdings zusätzliche sensorische und motorische Fähigkeiten, die Teilaspekte des Binokularsehens sind, und die mitunter gestört sein können.

Weitere Informationen und Downloads dazu finden Sie hier:

Testimonials

Testimonials im Sport

Interview mit Kinderarzt Dr. Queißler​

Dr. med. Carsten Queißer, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Herzog-Wilhelmstr. 86, 38667 Bad Harzburg im Gespräch mit Frau Christine Sieber (Sieber & Paasch GmbH) im Dezember 2017. 

RIT ist eine ergänzende Maßnahme und die ärztliche Untersuchung muss immer Vordergrund stehen.

Über Dr. Birgit Stuck

Dr. Birgit Stuck ist Praktische Pädagogin und hat sich seit 2002 mit der Grundschullehrerausbildung und dem Pädagogik Studium auf kindliche Verhaltensthemen mit den Schwerpunkten der Wahrnehmungsstörungen, Hyperaktivität, ADHS, ADS, Legasthenie und diversen weiteren Verhaltensproblemen sowie Schul- und Konzentrationsproblemen spezialisiert. Sie ist selbst Mutter und betrachtet das Begleiten der Kinder stets aus dem ganzheitlichen Aspekt. 

Aus diesem Grund hat sie sich von dem klassischen Weg der industrialisierten Umsetzungen mit Diagnosen und Pauschalbeurteilungen sowie der Orientierung am Versagenserlebnis eines Menschen entfernt und sich entgegen der Diskriminierung von Kindern auf die „STABILISIERUNG unserer Kinder“ mit „individueller Förderung“ konzentriert.

Frei nach den Worten „Jedes Kind ist einzigartig“ arbeitet die Praktische Pädagogin mit jedem Kind auf individuelle Art und Weise in einem vertrauten Rahmen auf ganzheitlicher Ebene.

Kontaktieren Sie mich einfach!

In meiner Praxis unterstütze ich Ihr Kind bei der Nachreifung des zentralen Nervensystems, um die Grundlage für Lernen und Verhalten zu schaffen.

Dauer: 50 min.

Anzahl: Ø 6 Sitzungen