Moro Reflex in der Reflexintegration

„So bekommt Ihr Kind wieder mehr Freude am Lernen“

Bleiben frühkindliche Reflexe wie der Moro Reflex ganz oder zum Teil aktiv, kann das der Grund für Schul- und Verhaltensproblemen sein. Im Folgenden wird der Moro Reflex mit seinen typischen Symptomen beschrieben. Mit der Reflexintegration ist es möglich, die persistierenden (aktiven) Reflexe zu hemmen und zu integrieren und somit ein neuronales Nachreifen zu ermöglichen.

Den Moro Reflex mit der Reflexintegration bei Kinder beheben: In der Praxis von Dr. Birgit Stuck mit Kunden aus ganz Österreich für die RIT-Reflexintegration.

Um einen Einblick in die Reflexthematik zu geben und zu erläutern, wie sich noch-aktive frühkindliche Restreflexe bei Kindern & Erwachsenen auswirken können, möchte ich hier auf den Moro Reflex uns seine Auswirkungen, wenn er aktiv bleibt, näher eingehen.

Anzeichen für einen aktiven Moro-Reflex

  • Lichtempfindlichkeit
  • Tendenz zum Schielen
  • Geräuschempfindlichkeit (Hintergrundgeräusche können schlecht ausgeblendet werden)
  • Überempfindlichkeit:
    • des vestibulären Systems: Probleme mit Gleichgewicht, Reisekrankheit
    • auf Berührung
    • auf plötzlichen Wechsel der Position

Bedeutung des aktiven Moro-Reflex bei Schul- und Verhaltensproblemen:

  • Aktivierung des Überlebensmusters
    • Ängstlichkeit, Panik, Schulangst (Bauch- und Kopfschmerz)
  • Gleichgewichts- und Koordinationsprobleme
  • Phasen von Hyperaktivität und Übermüdung
  • Abneigung gegen Veränderungen
  • Sensorische Empfindlichkeit
  • Neigung zu sich wiederholenden Verhaltensmustern (sind oft kl. Zwängler, alles am gl. Platz, Ordnung)
  • Schwierigkeiten Kritik zu akzeptieren
  • Schwaches Selbstwertgefühl

Der Moro-Reflex ist auch ein frühkindlicher Reflex, der etwa 4 Monate nach der Entbindung integriert sein sollte. Er wird durch starke und unangenehme Stimulationen des Gleichgewichts-, Gehör-, oder Sehsinns ausgelöst. Der Moro Reflex kann auch durch eine Stimulation der Tiefensensibilität ausgelöst werden, wie zum Beispiel durch eine rasche Veränderung der Kopfposition oder einem lauten Ton, einem erschreckenden visuellen Reiz, eine unangenehme Berührung oder einer plötzlichen Lageveränderung.

Ein Baby reagiert auf folgende Art und Weise:

  • Es erschreckt sich und nimmt zuerst einen tiefen Atemzug, streckt die Arme und Beine vom Körper (vor lauter Schrecken)
  • Dann beugt es die Arme und Beine zur Körpermitte und beginnt zu schreien

Übertragen wir das Muster auf uns Erwachsene, so kennen wir Menschen, die sich z.B. durch ein lautes Geräusch so erschrecken, dass sie mit den Händen eine derartige Reaktion zeigen, indem sie sie z.b. nach oben wegstrecken und manchmal zudem einen Schrei loslassen.

Der Moro-Reflex ist als frühkindlicher Reflex für das Baby insofern wichtig, als dass er im Mutterleib mit der Bewegung den Fötus beim Trainieren der Atemmuskeln unterstützt.

Die Hebamme hat die Möglichkeit den Moro-Reflex auszulösen und nutzt sie auch oft bei den Neugeborenen, um die Atmung in Gang zu setzen. Dazu lässt sie das Baby z.B. leicht nach hinten fallen. Dadurch kommt es zur Moro-Reaktion und das Baby beginnt zu schreien. Bei Babys, die vor der 30. Schwangerschaftswoche geboren wurden, kann diese Reaktion nicht ausgelöst werden, da der Moro-Reflex zu dieser Zeit noch nicht voll entwickelt ist.

Welche Anzeichen zeigt ein noch aktiver Moro-Reflex, also ein persistierender Moro:

  • Sehsinn: Ein Anzeichen von großen Pupillen mit langsamer Reaktion auf Licht; damit ist ein schlechtes Dämmerungssehen und eine Lichtüberempfindlichkeit verbunden. Zudem besteht die Tendenz zum Schielen beim Nahsehen sowie beim Sehen in die Ferne.
  • Gehörsinn: Kinder oder Erwachsene mit einem aktiven Moro Reflex sind sehr oft geräuschempfindlich (allgemein oder auf bestimmte Geräusche) und haben meist Schwierigkeiten damit Hintergrundgeräusche auszublenden.
  • Gleichgewichtssinn: Es besteht oft eine Überempfindlichkeit auf vestibuläre Stimulation, das bedeutet Probleme mit dem Gleichgewicht, Auftreten von Reisekrankheit.
  • Tastsinn: Im Zusammenhang mit dem Tastsinn ist eine Überempfindlichkeit auf Berührung gemeint.
  • Tiefensensibilität: meint die Überempfindlichkeit auf einen plötzlichen Positionswechsel in Zusammenhang mit einem noch aktiven Moro Reflex

Weitere Hinweise auf einen aktiven Moro - Reflex

Interessant ist es aus der Erfahrung zu beobachten, dass bei einem nicht integriertem Moro Reflex in der Vorgeschichte vielfach vermehrte Infekte, vergrößerte Polypen (die oft schon operativ entfernt wurden), Allergien oder eine stark ausgeprägte Trotzphase zu finden ist. Zudem verweigern Kinder mit einem aktiven Moro Reflex oft Handlungen, die für andere wiederum ganz normal sind. Zum Beispiel gibt es oft heftige Diskussionen mit den Kindern wenn es um das Thema „Zähne putzen“, „Haare kämmen“, „Fingernägel schneiden“ geht. Die Erklärung findet sich darin, dass bei Kindern mit einem aktiven Moro Reflex eine ungebremste Reizweiterleitung stattfindet, da der Reflex eine Schreck- und Angstsituation simuliert, wodurch alle Sinne (auch das Berührungsempfinden) auf volle Intensität gestellt sind. Aus diesem Grund wird ein normaler Reiz wesentlich stärker wahrgenommen, als es sinnvoll wäre.

Dies ist auch eine Erklärung dafür, warum Kinder mit einem aktiven Moro Reflex plötzlich anfangen zu weinen, sich viel schneller aufregen oder aggressiv werden, wenn sie in normalen Alltagssituationen von jemanden angestoßen werden.

Erleben Sie es selbst nach, indem sie zum Beispiel fünf Minuten lang mit weit aufgerissenen Augen da sitzen. Diese Situation simuliert die Angstreaktion. Es ist gar nicht notwendig weitere Reize zu setzen, denen Kinder nebenbei bemerkt sehr wohl zusätzlich ausgesetzt sind. Man spürt ohne zusätzlicher Eigenbewegung und ohne Veränderung im Raum wie der Herzschlag zunimmt oder die Haut anfängt zu kribbeln und alles auf „Achtung!“ gestellt ist. Somit kann man einige Verhaltensweisen des eigenen Kindes nachempfinden bzw. besser verstehen, die eine solche Situation von früh morgens bis spät abends durchleben müssen.

Pädagogische Praxis für Reflexintegration des Moro Reflexes

Mit Hilfe der Reflexintegration ist es möglich die frühkindlichen Reflexe wie zum Beispiel den Moro-Reflex zu hemmen und zu integrieren, um somit die Symptome, die auf frühkindliche Reflexe zurückzuführen sind, hinter sich zu lassen. Die Reflexintegration ist eine Kombination von erprobten Methoden, die dazu dienen die neuromotorische Schulreife von Kindern zu überprüfen, den individuellen Entwicklungsbedarf des Kindes festzustellen und mit einem gezielten Unterstützungsprogramm ein neuronales Nachreifen zu ermöglichen.

Gerne unterstütze ich Sie und Ihr Kind mit der Reflexintegration, um die Basis für adäquates Verhalten und Freude am Lernen zu schaffen. Als Praktische Pädagogin zum Thema Reflexintegration bin ich erreichbar für alle Interessierten aus Österreich von:

Reflexintegration in Kärnten wie Klagenfurt am Wörthersee, Klagenfurt Land, Villach, Villach Land, St. Veit an der Glan, Feldkirchen, Wolfsberg, Völkermarkt, Spittal und Hermagor.

Reflexintegration in Steiermark, Salzburg, Niederösterreich, Oberösterreich, Wien, Burgenland, Tirol und Vorarlberg.

So hört ein Kind, wenn das binaurale Hören nicht funktioniert

Das binaurale Hören meint das beidohrige Hören.

So sieht ein Kind, wenn das binokulare Sehen nicht funktioniert

Unter Binokularsehen (binokular = beidäugig) versteht man alle sensorischen und motorischen Aspekte des gemeinsamen Sehens von rechtem und linkem Auge.

Unter Binokularsehen (binokular = beidäugig) versteht man alle sensorischen und motorischen Aspekte des gemeinsamen Sehens von rechtem und linkem Auge.

Beim Menschen, wie bei Primaten im Allgemeinen, sind die Augen nach vorne gerichtet. Hierdurch ist zwar das Blickfeld kleiner, aber die damit verbundene größere Überlappung der Gesichtsfelder der beiden Augen kommt dem räumlichen Sehen zugute. Dieses benötigt allerdings zusätzliche sensorische und motorische Fähigkeiten, die Teilaspekte des Binokularsehens sind, und die mitunter gestört sein können.

Ablauf der Reflexintegration

  1. Erstgespräch mit Austestung
  2. Das Reflexintegrationstraining dauert zwischen 6 und 8 Monaten, wobei einmal im Monat eine Stunde bei mir stattfindet.
  3. In dieser Stunde werden Reflexe auf ihre Aktivität geprüft und mit einer Kombination aus erprobten Bewegungsabläufen und gleichzeitiger bilateraler Stimulation integriert.
  4. Zwischen diesen Treffen sind zuhause täglich spezielle Übungen durchzuführen (Dauer ca. 10 min.)
  5. Die Übungen zuhause sind maßgeblich für den Erfolg des Trainings notwendig. Eine Unterstützung durch die Eltern ist unabdingbar wichtig.
 
Die Bewegungen des Reflexintegrations-Trainings sorgen dafür,  dass das Gehirn „reift“, also Nervenverbindungen in guter Qualität entstehen und damit nach und nach das komplette Funktionieren des Gehirns möglich wird. Die frühkindlichen Reflexe stellen den Schlüssel der kindlichen Entwicklung und damit die Grundlage für Lernen und Verhalten dar.

Gerne unterstütze ich Sie und ihr Kind dabei, die Basis für optimales Lernen zu schaffen und wieder Freude am Tun und Handeln zu bekommen.

Weitere Informationen und Downloads dazu finden Sie hier:

Testimonials

Testimonials im Sport

Interview mit Kinderarzt Dr. Queißler​

Dr. med. Carsten Queißer, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Herzog-Wilhelmstr. 86, 38667 Bad Harzburg im Gespräch mit Frau Christine Sieber (Sieber & Paasch GmbH) im Dezember 2017. 

RIT ist eine ergänzende Maßnahme und die ärztliche Untersuchung muss immer Vordergrund stehen.

Über Dr. Birgit Stuck

Dr. Birgit Stuck ist Praktische Pädagogin und hat sich seit 2002 mit der Grundschullehrerausbildung und dem Pädagogik Studium auf kindliche Verhaltensthemen mit den Schwerpunkten der Wahrnehmungsstörungen, Hyperaktivität, ADHS, ADS, Legasthenie und diversen weiteren Verhaltensproblemen sowie Schul- und Konzentrationsproblemen spezialisiert. Sie ist selbst Mutter und betrachtet das Begleiten der Kinder stets aus dem ganzheitlichen Aspekt. 

Aus diesem Grund hat sie sich von dem klassischen Weg der industrialisierten Umsetzungen mit Diagnosen und Pauschalbeurteilungen sowie der Orientierung am Versagenserlebnis eines Menschen entfernt und sich entgegen der Diskriminierung von Kindern auf die „STABILISIERUNG unserer Kinder“ mit „individueller Förderung“ konzentriert.

Frei nach den Worten „Jedes Kind ist einzigartig“ arbeitet die Praktische Pädagogin mit jedem Kind auf individuelle Art und Weise in einem vertrauten Rahmen auf ganzheitlicher Ebene.

Kontaktieren Sie mich einfach!

In meiner Praxis unterstütze ich Ihr Kind bei der Nachreifung des zentralen Nervensystems, um die Grundlage für Lernen und Verhalten zu schaffen.

Dauer: 50 min.

Anzahl: Ø 6 Sitzungen