Aufmerksamkeitsdefizit

„Jedes Kind ist einzigartig!“

Das Aufmerksamkeitsdefizit ist wohl eines der am häufigsten verwendeten Wörter in Zusammenhang mit Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern. Doch was steckt hinter dem Begriff und welche Auswirkungen sind damit verbunden?

Das Aufmerksamkeitsdefizit wird bei Kinder mit einem Test bestimmt. Oft kommt es ohne Ursache zur Therapie. Die Behandlung von ADHS & ADS braucht keine Diagnose.

Was ist das: das Aufmerksamkeitsdefizit

Das Wort „Aufmerksamkeitsdefizit“ kommt von den zwei Begriffen ADS und ADHS.

ADS bedeutet wörtlich übersetzt Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom.

ADHS steht als Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom.

Die beiden Begriffe unterscheidet also nur die „Hyperaktivität“.

Während ADS Kinder eher langsam, verträumt und in sich gekehrt sind, reagieren ADHS Kinder impulsiv, sind unaufmerksam, unkonzentriert und hyperaktiv. ADS Kinder werden als Träumer bezeichnet und ADHS Kinder als Zappelphilpp. Da ADS Kinder mit ihren Symptomen viel weniger auffallen, bleiben sie auch als solche unerkannt, obwohl sie auch eine Art von Hyperaktivität in sich tragen. Diese zeigt sich allerdings nicht nach außen, im Gegenteil, sie ist nach innen gerichtet, denn die Kinder leben in einer eigenen Gedankenwelt und ihre Gedanken sind permanent im Wechsel. Das bedeutet, dass das ADS Kind nach außen hin ruhig und verträumt ist, nach innen jedoch aufgewühlt.

Die Ursache des Aufmerksamkeitsdefizits

Das Aufmerksamkeitsdefizit wird seit Jahren beobachtet und durch die Gehirnforschung erforscht. Man konnte herausfinden, dass ADHS Kinder keinen ausreichenden Zugang zu Vernunft bezogenen Interventionen haben. Das liegt daran, dass eine fehlende bzw. unzureichende neurologische Vernetzung im Gehirn stattgefunden hat.

Woran liegt das und was kann man dagegen bzw. dafür tun?

Beobachten wir Babys in ihrer Bewegungsvielfalt und ihrem Verhalten, so kann man sehr viele Parallelen zu einem Kind mit dem Aufmerksamkeitsdefizit herstellen. Bei Babys ist es ganz normal, dass sie sich frei bewegen können, dass sie nicht über einen längeren Zeitraum hinweg ruhig sind, dass sie krabbeln, klettern, laufen. Sie zeigen genauso wie ADHS Kinder Impulsivität, leichte Ablenkbarkeit und sie sind ebenfalls von einer Sache gleich schnell begeistert bzw. gleich schnell desinteressiert daran. Babys können außerdem schlecht zuhören, haben Schwierigkeiten damit Anweisungen nachzugehen oder ihre Aktivitäten zu organisieren. Die Steuerung ihrer Emotionen und ihres Temperamentes haben sie auch nicht im Griff – genauso wie Kinder mit dem Aufmerksamkeitsdefizit.

Babys Gehirn ist noch unreif, das bedeutet, dass in diesem Alter nur der Hirnstamm ordnungsgemäß arbeitet, während alle anderen Teile des Gehirn nur in geringem Maße genutzt werden. Damit wir Menschen unser ganzes Gehirn nutzen können, brauchen wir geeignetes Netzwerk im Gehirn, also Verbindungen zwischen den verschiedenen Gehirnarealen. Diese neuronale Vernetzung bildet ihr Fundament im allerersten Lebensjahr. Hier entsteht das Fundament für Lernen und Verhalten. Was nicht heißt, dass sich das Gehirn permanent weiterentwickelt. Die Gehirnreifung findet während der ganzen Kindheit statt, doch die allerwichtigste Grundlage entsteht im 1. Lebensjahr und zwar durch die Stimulation des Gehirns von den 3 Basissinnen:

  • Der Gleichgewichtssinn = das vestibuläre Systen
  • Der Tastsinn = das taktile System
  • Der Tiefenwahrnehmungssinn = das propriozeptive System

Die uns bekannten, kindlichen Entwicklungsstadien wie das Umdrehen, das Robben, das Schaukeln und das Krabbeln auf allen Vieren sind bedeutende Phasen für die Entwicklung. Das ist exakt die Stimulation, die das Gehirn eines jeden Babys im ersten Lebensjahr durch rhythmische Bewegungen erhält. Genau diese Art von Stimulation ist für die weitere Entwicklung und Gehirnreifung von grundlegender Bedeutung.

Bei Kindern mit dem Aufmerksamkeitsdefizit hat die Stimulation oft nicht ausreichend stattgefunden, deshalb ist die Reifung des Gehirns bei Kindern mit dem Aufmerksamkeitsdefizit verzögert oder beeinträchtigt. Solch eine verzögerte Entwicklung kann das Aufmerksamkeitsdefizit sowohl in Form von ADS, als auch in Form von ADHS zur Folge haben.

Was tun beim Aufmerksamkeitsdefizit?

Mit dem Wissen, dass die Babys ein ähnliches Verhalten wie Kinder mit dem Aufmerksamkeitsdefizit zeigen und die Babys ihre Gehirnreifung auch erst im Laufe der Zeit durch die rhythmischen Bewegungen, die die Stimulation der Sinne für die neuronale Vernetzung darstellen, erreichen, ist die Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizits mit dem rhythmischen Bewegungstraining eine logische und sehr wirksame Methode.

Das rhythmische Bewegungstraining beruht auf den rhythmischen Bewegungen, die die Babys machen und mit denen sie dadurch das Fundament für die Gehirnreifung legen. Diese andere Art der Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizits stimuliert die Entwicklung neuer Nervenverbindungen, zum Beispiel in den Basalganglien und im präfrontalen Kortex. Durch die Stimulation kommt es zur Verbesserung der Motorik der Kinder mit dem Aufmerksamkeitsdefizit sowie die Möglichkeit still zu sitzen, Ziele zu setzen und Handlungen zu planen, Entscheidungen zu treffen, und so weiter.

Das rhythmische Bewegungstraining als Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizits benötigt eine kompetente pädagogische Fachkraft in diesem Bereich.

Um die Stimulation neuer Nervenverbindung im Gehirn anzuregen, ist es wichtig, dass das Kind mit dem Aufmerksamkeitsdefizit die rhythmischen Übungen über einen gewissen Zeitraum ausübt. Der Grund dafür ist, dass das Gehirn immer wieder über eine bestimmte Zeit an das neue Muster der Nervenimpulse erinnert werden muss. Das benötigt eine gute Begleitung.

Sie möchten, dass ihr Kind mit eventuellen Aufmerksamkeitsdefizit – Symptomen:

  • ausgeglichener und ruhiger wird
  • sich mehr zutraut
  • sich seinen Stärken bewusst wird und seine eigenen Fähigkeiten erkennt
  • besser zuhört, sorgfältiger arbeitet und somit weniger fehleranfällig ist
  • konzentrierter seine Aufgaben erledigen kann
  • weniger unerwünschtes Verhalten zeigt und sich selbst nicht im Weg steht
  • dass Sie zu Hause wieder stimmiger Zusammenleben können
  • dass Sie eine positive und entspannte Beziehung zu Ihrem Kind aufbauen können
  • dass Sie mehr schöne, als fordernde Momente miteinander verbringen können
  • dass Ihr Kind sich in der Schule nicht mehr so quält, sondern leichter lernt und entspannter wird
  • dass Ihr Kind gute Voraussetzungen für eine gesunde Zukunft hat

Kinder mit einem Aufmerksamkeitsdefizit sind täglich großen Herausforderungen ausgesetzt. Sie benötigen Unterstützung. Mit Unterstützung meine ich echte Unterstützung, damit es ihnen wieder gut geht, sie sich besser fühlen und sie leichter lernen können.

Was sie nicht brauchen: Sie brauchen keine Stigmatisierung durch ADHS oder ADS Diagnosen und sie brauchen auch keine zweifelhaften Medikamente, die ihre Symptome zur Unterdrückung bringen und deren Nebenwirkungen und Langzeitfolgen meist unbekannt sind. Medikamente sind wirklich nur in Ausnahmefällen notwendig und sollen vor allem nicht als Dauermedikation gehandelt werden.

Durchforstet man die Untersuchungsergebnisse der Befürworter von Medikamenten gegen das Aufmerksamkeitsdefizit, dann findet man die Hypothese, dass das Aufmerksamkeitsdefizit durch eine mangelnde Funktion des Neurotransmitters Dopamin in zwei Hirnarealen, dem präfrontalen Kortex und den Basalganglien hervorgerufen wird.

Die Zuständigkeit des präfrontalen Kortex liegt in folgenden Funktionen: Aufmerksamkeit, Urteilsvermögen, Handlungsplanung, Impulskontrolle.

Die Zuständigkeit der Basalganglien liegt unter andrem im still sitzen.

Die Wirkungen der Aufmerksamkeitsdefizit – Medikamente besteht darin, die Freisetzung des Dopamins zu erhöhen und seine Aufnahme an den Synapsen des präfrontalen Kortex und in den Basalganglien zu verhindern. Das bringt die Vermehrung der Dopaminmenge in den Synapsen dieser Areale mit sich. Dabei kommt es zu einer unmittelbaren klinischen Wirkung: Ein Kind mit einem Aufmerksamkeitsdefizit, das sich permanent bewegt hat und herumgezappelt ist, war oft schon nach der ersten ADHS Medikamenten Dosis fähig, still zu sitzen und sich auf eine auch uninteressante Aufgabe zu konzentrieren. Eine derartige Wirkung hinterlässt bei vielen Lehrern und Eltern einen Wow-Effekt.

Diese Wirkung ist aber nicht von langer Dauer. Die Erhöhung von Dopamin verursacht ein kompensatorisches Absterben von Dopaminrezeptoren im Gehirn, das die akute Drogenwirkung und das nachfolgende Absterben von Gehirnzellen bei Weitem überdauert. Hinzu kommt noch, dass die Dosis der Medikamente für das Aufmerksamkeitsdefizit kontinuierlich erhöht werden muss, um das gleiche Resultat zu erzielen.

Was können Sie selbst für sich und Ihr Kind tun bei einem Aufmerksamkeitsdefizit:

  • Klären Sie ab, ob bei ihrem Kind noch frühkindliche Reflexe aktiv sind, die der Auslöser für das Aufmerksamkeitsdefizit sein können. Ist dies der Fall, so können Sie mit einem speziellen Bewegungstraining in Kombination einer ganzheitlichen Beratung ganz tolle Erfolge erzielen und Ihnen so wie Ihrem Kind das Leben erheblich erleichtern. Melden Sie sich gerne telefonisch zu einem kostenlosen Beratungsgespräch
  • Setzten Sie Ungeborene, Babys und Kleinkinder nicht unnötigerweise elektromagnetischer Strahlung aus.
  • Achten Sie darauf, die Nutzung von Mobiltelefonen und schnurloser Technik durch Kinder und Jugendliche einzuschränken
  • Achten Sie bei der Ernährung von Kindern darauf, dass Sie Industriezucker reduzieren, Süßstoffe, Natriumglutamat, Farbstoffe und andere Nahrungsmittelzusätze vermeiden. Die Nahrung soll den kindlichen Bedarf an Mineralien und Vitaminen decken!

Die Reflexintegration beachtet dies, doch was bedeutet das?

Die Reflexintegration als effektives Bewegungsprogramm zur Nachreifung des zentralen Nervensystems spielt bei Lern- und Verhaltensthemen eine immer größer werdende Rolle.

Aufmerksamkeitsdefizit Therapie - Wie arbeite ich mit Kindern

Als Praktische Pädagogin mit den Schwerpunkten der Reflexintegration, der Evolutionspädagogik sowie der sensorischen Integration weiß ich, dass Schwierigkeiten in der Schule, im Kindergarten ebenso wie auffälliges Verhalten, Konzentrationsprobleme und Wahrnehmungsstörungen, Legasthenie oder auch Hyperaktivität und ADHS oft eine gemeinsame Wurzel haben – und die hat nichts mit Faulheit oder mangelnder Intelligenz zu tun und auch nicht damit, dass sich das Kind „einfach nicht bemüht“.

Die neuesten Erkenntnisse der Gehirnforschung belegen, dass der Auslöser dieser Themen in den neurologischen Blockaden liegt. Es handelt sich vielfach um eine unzureichende Vernetzung des Gehirns.

Ich unterstütze Sie und Ihr Kind dabei, diese Blockaden zu erkennen und auszugleichen.

In meiner Praxis unterstütze ich Kinder mit dem Aufmerksamkeitsdefizit sowie anderen Verhaltensauffälligkeiten mit speziellen Bewegungsübungen und helfe ihnen damit zur neuronalen Reife zu gelangen, die die Grundvoraussetzung für Lernen und Verhalten darstellt. 

Durch die Bewegungsübungen verbinden sich bei Kindern mit dem Aufmerksamkeitsdefizit die verschiedenen Gehirnareale. Dabei sind die Anzahl und die Qualität der Nervenverbindungen, die dabei entstehen, von größter Bedeutung. Sind diese gut entwickelt, spricht man von neuronaler Reife, die die notwendige Grundlage für Lernen und Verhalten ist. Kinder dem Aufmerksamkeitsdefizit fehlt diese Grundlage in den meisten Fällen.

Das heißt, ich biete in meiner Praxis in Form der Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizites ein strukturiertes Umfeld mit ausgewählten Materialien und speziellen Methoden, um dem Kind mit dem Aufmerksamkeitsdefizit genau das zu geben, was es braucht, damit es sich dort entwickeln kann, wo momentan die Blockade liegt, um schlussendlich wieder Freude und Motivation am Lernen und am Tun zu bekommen.

Gerne unterstütze ich Sie und Ihr Kind mit der Reflexintegration in Kombination mit anderen effektiven Methoden darin, die Basis für adäquates Verhalten und Freude am Lernen zu schaffen. Als Praktische Pädagogin zum Thema ADS und ADHS bin ich erreichbar für alle Interessierten aus Österreich:

ADS und ADHS Beratung und Behandlung in Kärnten wie Klagenfurt am Wörthersee, Klagenfurt Land, Villach, Villach Land, St. Veit an der Glan, Feldkirchen, Wolfsberg, Völkermarkt, Spittal und Hermagor.

ADS und ADHS Beratung und Behandlung in Steiermark, Salzburg, Niederösterreich, Oberösterreich, Wien, Burgenland, Tirol und Vorarlberg.

Weitere Informationen und Downloads dazu finden Sie hier:

Testimonials

Testimonials im Sport

Interview mit Kinderarzt Dr. Queißler​

Dr. med. Carsten Queißer, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Herzog-Wilhelmstr. 86, 38667 Bad Harzburg im Gespräch mit Frau Christine Sieber (Sieber & Paasch GmbH) im Dezember 2017. 

RIT ist eine ergänzende Maßnahme und die ärztliche Untersuchung muss immer Vordergrund stehen.

Über Dr. Birgit Stuck

Dr. Birgit Stuck ist Praktische Pädagogin und hat sich seit 2002 mit der Grundschullehrerausbildung und dem Pädagogik Studium auf kindliche Verhaltensthemen mit den Schwerpunkten der Wahrnehmungsstörungen, Hyperaktivität, ADHS, ADS, Legasthenie und diversen weiteren Verhaltensproblemen sowie Schul- und Konzentrationsproblemen spezialisiert. Sie ist selbst Mutter und betrachtet das Begleiten der Kinder stets aus dem ganzheitlichen Aspekt. 

Aus diesem Grund hat sie sich von dem klassischen Weg der industrialisierten Umsetzungen mit Diagnosen und Pauschalbeurteilungen sowie der Orientierung am Versagenserlebnis eines Menschen entfernt und sich entgegen der Diskriminierung von Kindern auf die „STABILISIERUNG unserer Kinder“ mit „individueller Förderung“ konzentriert.

Frei nach den Worten „Jedes Kind ist einzigartig“ arbeitet die Praktische Pädagogin mit jedem Kind auf individuelle Art und Weise in einem vertrauten Rahmen auf ganzheitlicher Ebene.

Kontaktieren Sie mich einfach!

In meiner Praxis unterstütze ich Ihr Kind bei der Nachreifung des zentralen Nervensystems, um die Grundlage für Lernen und Verhalten zu schaffen.

Dauer: 50 min.

Anzahl: Ø 6 Sitzungen